Im Oktober habe ich eine Crowdfunding Kampagne gestartet, um meinen eigenen Miniserver für die Weiterentwickling von node-red-contrib-loxone zu ermöglichen. Das war nötig, da der bis dahin geliehene Miniserver von seinem Besitzer, einem befreundeten Elektriker und Loxone-Partner, zurück benötigt wurde, um eine Testumgebung für ein Kundensystem aufzubauen.

Durch das viele Feedback auf die Entwicklung von node-red-contrib-loxone im LoxForum habe ich mich bestärkt gefühlt, es ein mal mit einem Crowdfunding über GoFundMe zu versuchen. Ich war überwältigt! Innerhalb von 2 Tagen wurden 343,- € gespendet und unzählige Hilfs- und Unterstützungsangebote wurden gemacht. Ich habe viele Leute, deren Namen ich nur kannte, kennengelernt und viele Telefonate geführt. Die nötige Differenz zum eigentlichen Preis habe ich dann noch selbst beglichen und den Fundraiser entsprechend beendet.

Vielen VIELEN Dank an alle Unterstützer – egal auf welchem Weg!

Natürlich gab es auch Kritik, die sich aber, so zumindest meine Wahrnehmung, schnell aus der Welt schaffen ließ. Der Node-Red-Node ist Open-Source und jeder kann ihn durch die MIT-Lizenz kostenlos, auch in kommerziellen Projekten, einsetzen. Die Entwicklung findet für jedermann einsehbar auf GitHub statt und wer möchte, kann (und sollte?) sich an der Verbesserung des Codes und der Dokumentation beteiligen. Ich freue mich über jedwede Kritik 🙂

Auch nach dem „einfrieren“ der GoFundMe-Seite haben sich viele Leute beschwert, dass sie nichts mehr spenden konnten. Ich habe mich also entschlossen, die Kampagne wieder zu eröffnen und jedem die Möglichkeit zu geben mich, auch nach erfolgreicher Finanzierung des Miniservers,  weiterhin ein wenig bei der Arbeit an node-red-contrib-loxone zu unterstützen: https://www.gofundme.com/miniserver-fur-nodered-entwicklung

Nochmal, vielen Dank an ALLE – ihr seid der Knaller!

 

Ich habe Anfang diesen Jahres einen node-red node für die Anbindung des Loxone Miniservers geschrieben: node-red-contrib-loxone. Die Entwicklung können Interessierte im Loxone-Forum nachlesen. An dieser Stelle auch noch mal Danke für das ganze Feedback!

Loxone baut eine recht komplette und dafür immer noch halbwegs offene Hausautomationslösung mit vielen fertigen Hard- wie auch Software-Komponenten und eigenem Funksystem. Es gibt eine eigene Konfigurationsoberfläche mit SPS-artigen Programmiermöglichkeiten und eine recht schicke Visualisierung. Ein großer Vorteil liegt zum Beispiel in der fertigen Logik der einzelnen Bausteine und in Extensions, die die Verbindung in andere Welten wie EnOcean, Modbus und DMX schaffen.

Mit der Zeit arbeitet Loxone aber immer mehr daran, in seinem System eher die eigenen Komponenten zu bevorteilen. Das äußerte sich zum Beispiel darin, dass die Modbus-Kommunikation nur noch im Fünfsekundentakt möglich ist.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Miniserver schon ein paar Jahre alt ist, will ich das sogar verstehen. Das System muss seiner Hauptaufgabe (Schalten, Steuern, Regeln) nachkommen – und das hat eben die höchste Priorität gegenüber „nachgelagerten“ Aufgaben.
Der Miniserver ist zum Beispiel auch zu schwach auf der Brust, um SSL/TLS zu implementieren. Meiner Meinung nach einer der größten Nachteile des Systems…

Außerdem habe ich viele Kommunikationsmöglichkeiten – wie zum Beispiel MQTT – vermisst. Mit node-red-contrib-loxone wurde es dann endlich möglich, gewisse Dinge doch wieder in die eigene Hand zu nehmen!
Hier möchte ich auch das vorzügliche LoxBerry Projekt erwähnen, das bereits viele Unzulänglichkeiten des Miniservers ausgleicht.

Mein wichtigtes Anliegen war, wie bereits erwähnt, die Öffnung der Plattform Richtung MQTT. Damit hatte ich dann alle Möglichkeiten eine Anbindung zu beliebigen Systemen zu realisieren.

Bei einem Freund, der als Elektriker Loxone vielen Kunden konzeptioniert und einbaut, habe ich dann mal testweise Homematic-Komponenten (Keymatic und Fensterkontakte) über node-red mit Loxone verknüpft.

Als Bindeglied diente mir MQTT, wie ich ja bereits unter Homematic mit node-red über homegear beschrieben habe. Über die günstige Nachrüstmöglichkeit von optischen Funk-Fensterkontakten freut er sich immer noch 😉

Die Verbindung des nodes läuft über den vom Miniserver bereit gestellten Websocket. Dieser wird zum Beispiel auch von der Smartphone-App genutzt. Der Verbindung zu node-red liegt die vorzügliche node-lox-ws-api von Ladislav Dokulil, dem ich hiermit explizit dafür danken möchte, zu Grunde. Dadurch musste ich die komplette Websocket-Kommunikation nicht selbst implementieren und konnte mich um die eigentlichen nodes kümmern.

Mit Version 9 der Loxone Software wurde jetzt die Verschlüsselung der Websocket-Aufrufe und der Login-Credentials umgestellt. Dank Ladislav konnte ich die gewünschte Verschlüsselung einfach in einen Konfigurationsparameter übergeben und brauchte nicht meinen kompletten Code anzupassen.

Wichtig ist, dass die „alten“ Verschlüsselungs- und Hashing-Methoden noch bis März 2018 von Loxone in Version 9 unterstützt werden. Für die älteren Versionen (<9) werden sie natürlich noch benötigt und sind daher weiterhin im Node als Parameter vorhanden.

Ich bin weiterhin gespannt, was die Leute alles in Verbindung mit Loxone und node-red anstellen. Kommentiert gerne, wenn ihr mich auf ein Projekt hinweisen wollt.